Museum in a Clip 2018

Die Fachjury kürte die vier besten Clips des Projekts „Museum in a Clip“ (MIC) 2018.

 

Über 900 Schülerinnen und Schüler nahmen im vergangenen Jahr an insgesamt 41 „Museum in a Clip“ Projekten teil. In den beiden Projektregionen war MIC stark nachgefragt. Das zeigt zum einem, dass das Bildungsangebot in seiner sechsten Auflage als ein fester Bestandteil der Leipziger Bildungslandschaft etabliert werden konnte. Zum anderen ist es seit 2015 ebenfalls gelungen das MIC-Konzept an die Rahmenbedingungen im Kulturraum Vogtland-Zwickau anzupassen und erfolgreich zu in der Region zu verankern. Damit konnten in den teilnehmenden Museen auch im diesen Jahr Kinder und Jugendliche an historische, künstlerische und naturwissenschaftliche Themen herangeführt werden. Dass ein Besuch eines Museums bei Schülerinnen und Schüler wiederholt für Begeisterung sorgte, zeigt sich an der Vielfalt der kreativen Ideen, mit denen sie an die Gestaltung ihrer Clips herangegangen waren. Anhand von humorvollen Spielszenen oder unterhaltsamen Berichten präsentieren die Kinder und Jugendlichen dem Zuschauer ihre ganz persönliche Sicht auf die musealen Inhalte. Damit fiel der Jury auch im diesen Jahr die Entscheidung nicht leicht, aus der Vielzahl von spannenden Videos die Besten auszuwählen. 

 

Vier Preise in Form einer MDR-Studiotour wurden in den beiden Alterskategorien (3. – 6. und 7. – 12. Klasse) an Schülerinnen und Schüler in Leipzig und im Kulturraum Vogtland/Zwickau vergeben.

 

 

Sieger Kategorie 3. – 6. Klasse, Region Leipzig

 

Clip #033 - Naturkundemuseum - Museumserwachen

 

 

 

 

 

Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Schule 5 - Grundschule der Stadt Leipzig verleihen Tieren ihre Stimmen, um einen tieferen Einblick in das Naturkundemuseum in Leipzig zu gewinnen. Auf eine angenehm spielerische Art und Weise gelang ihnen mit der Nutzung der vorhandenen Exponate ein gutes, informatives und kreatives Storytelling. Die Schüler finden neben dem Erzählerischen einen sehr guten Bezug zum Inhalt. Zudem ist eine Spannungskurve erkennbar. 

 

 

Sieger Kategorie 7. - 12. Klasse, Region Leipzig

 

Clip #037 - Apothekenmuseum - Experimente

 

 

 

 

 

Die Ernsthaftigkeit der früheren Forschungen der Pharmaindustrie wird in einem Clip von Schülerinnen und Schülern einer 9. Klasse der Thomasschule in Leipzig im Apothekenmuseum überzeugend dargestellt. Dabei ist eine intensive Beschäftigung mit dem Thema erkennbar. Es wurden dramaturgische Mittel wie Schwarz-Weiß und die Verwendung eines Filters zielgerichtet eingesetzt, zudem sorgen eine konstante Einstellungsgröße sowie eine gleichbleibende Perspektive für eine dokumentarische Form. Auffallend gut ist das glaubwürdige Schauspiel der Schüler.

 

 

Sieger Kategorie 3. – 6. Klasse, Region Vogtland-Zwickau

 

Clip #025 – Die magische Führung

 

 

 

 

Was man alles über Dampfmaschinen im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum Werdau erfahren kann, zeigt uns die 3. Klasse der Gerhart-Hauptmann-Grundschule Werdau in Form einer „magischen Führung“. Das Besondere: Der Museumsführer lässt sich selbst und die Gruppe mit einem Klatschen „magisch“ von Ort zu Ort springen. Die Führung selbst endet dann in einer kleinen Verfolgungsjagt. Spaß und Informationen werden in der Story gut verbunden und sorgen für erfrischende Abwechslung.

 

 

Sieger Kategorie 7. – 12. Klasse, Region Vogtland-Zwickau

 

Clip #038 - Liebesaffäre?

 

 

 

 

Schülerinnen der Internationalen Oberschule Meerane zeigen in ihrem Clip die mögliche Liebesaffäre Clara Schumanns und die daraus resultierenden tiefgehenden Emotionen Roberts, welcher allein dem neuen Glück seiner Frau ausgesetzt wird. Ihre kreative Auseinandersetzung mit der Problemthematik spiegelt sich in einem gelungenen nonverbalen Storytelling wider. Durch themenbezogene Musik unterstreichen sie das künstlerische Schaffen des Paares Schumann.

 

 

Die Jury gratuliert allen Gewinnern und freut sich bereits auf Museum in a Clip 2019.

 

Die Jury:

 

Oliver Gibtner-Weidlich ist passionierter Medienpädagoge und Medienmacher. Nach seinem Volontariat im Bereich Journalismus und Medienpädagogik arbeitete er u.a. für den polnischen Rundfunk, den MDR und das Bibliographische Institut. Er ist freier Dozent u.a. für das Sächsische Bildungsinstitut, das Institut für Auslandsbeziehungen und die TU Dresden. Seit Herbst 2014 leitete er die SchulKinoWochen in Sachsen, seit 2015 ist er Geschäftsführer des birnbaum media.lab in Leipzig, welches u.a. Medien für Museen produziert.

 

Manuel Schmuck  ist seit 2012 als Medienpädagoge und Dozent tätig und und begleitet Kinder und Jugendliche bei schulischen und außerschulischen Projekten in Sachsen. Nach seiner Ausbildung als Medienassistent studierte er Kulturpädagogik und Medienwissenschaften. Die thematischen Schwerpunkte seiner medienpädagogischen Arbeit liegen neben der kreativen Medienarbeit, vor allem in der Schnittmenge von medialen und technologischen Themen in der digitalen Bildung, aber auch in medialen und gesellschaftlichen Themen und der Gewaltprävention.

Marsel Krause ist Dipl.-Sozialpädagoge und Musikliebhaber. Seit 1998 ist der SAEK Zwickau seine Leidenschaft, seit 2004 leitet er das SAEK-Studio. Zudem ist er seit Juli 2018 Geschäftsführer der MeKoSax GmbH und damit als Betreiber für drei SAEK-Standorte verantwortlich. In 2018 war er für die Gesamtkoordination MIC und die Projektkoordination im Kulturraum Vogtland/Zwickau zuständig und unterstützte das Projekt ab und zu als Teamer.  

Alexander Karpilowski ist Medienpädagoge,  Dozent und beschäftigt sich für sein Leben gern mit Film und Fotografie. Er studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften und verstärkte einige Jahre lang als medienpädagogisch-technische Fachkraft das Team des SAEK Zwickau. 2015 begleitete er als Dozent eine Reihe von „Museum in a Clip“ Projekten und koordinierte zwei Jahre lang das Projekt in der Region Leipzig und im Kulturraum Vogtland/Zwickau. Heute ist er Projektleiter Netzwerk Medienkompetenz Sachsen-Anhalt.